Meine Tipps gegen Flugangst – Part 2

Kennt ihr die Menschen, die noch VOR dem Start im Flugzeug einschlafen? Mein Freund und ich könnten da nicht unterschiedlicher sein. Er gehört zu dieser entspannten Sorte Mensch, die während das Flugzeug auf die Startbahn rollt, schon tief und fest schlummert. Ich dagegen rutsche auf meinem Sitz hin und her und denke, dass ich noch schnell meiner gesamten Familie und all meinen Freunden schreiben muss, dass ich sie liebe. Denn es könnte ja schließlich was passieren. An Vernunft und Statistiken muss ich mich jedes Mal aufs Neue selbst erinnern (was ich damit genau meine könnt ihr hier nachlesen: Meine Tipps gegen Flugangst – Part 1).

Angst haben nützt in der Situation dann aber auch sowieso nichts mehr, denn ich sitze bereits im Flieger und die Maschine wird bald abheben. Also Augen zu und durch. Hier gebe ich euch Tipps, wie ich versuche mir den Flug so angenehm wie möglich zu gestalten und worauf ich versuche zu achten.

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Tipp Nr. 1 für einen angstfreien Flug: Achtet auf die Crew

Turbulenzen definiert wahrscheinlich jeder anders. Ich zucke schon zusammen, wenn das Flugzeug leicht wackelt – andere nehmen das vielleicht nicht mal richtig wahr. Aber ihr könnt euch sicher sein, solange sich nicht mal die Crew anschnallen muss, sind die Turbulenzen kein Thema. Also werde ich zwar das flaue Gefühl in meinem Magen nicht los, aber jetzt mal ehrlich: wenn die Crew sogar noch den Service weiterhin durchführt – wie schlimm kann es da schon sein? 😀 Und selbst wenn die Crew sich anschnallen muss dient das nur der Sicherheit der Crew und ist kein Grund zur Panik.

Tipp Nr. 2 für einen angstfreien Flug: Eine Zugfahrt, die ist lustig…

Wenn die Maschine leicht ruckelt, dann schließe ich die Augen und stelle mir vor, dass ich im Zug sitze. Kein Witz, das funktioniert tatsächlich bei mir. Es fühlt sich nämlich fast gleich an und im Zug hat man ja normalerweise keine Angst.

Tipp Nr.3 für einen angstfreien Flug: Sorgt für genügend Entspannung

Auch auf kurzen Strecken lege ich viel Wert auf bequeme Kleidung. Es gibt nichts schlimmeres, als Angst zu haben und dann fühlt man sich auch noch unwohl aufgrund seiner Kleidung. Bei einer Langstrecke darf natürlich das Nackenkissen nicht fehlen, aber ich hab es manchmal sogar auf einer Kurzstrecke dabei. Ich versuche den Flug so komfortabel wie möglich für mich zu gestalten. Was bei mir auch nie fehlt sind dicke Socken im Handgepäck, damit ich nicht auch noch kalte Füße während des Fluges bekomme. Schlafen kann ich eigentlich überhaupt nicht wenn ich fliege, aber dafür ist es dann wenigstens schon mal etwas gemütlicher.

Tipp Nr. 4 für einen angstfreien Flug: Musik!

Musik ist für mich essentiell auf einem Flug. Ich habe wirklich immer etwas auf den Ohren.  Es entspannt mich zum einen und zum anderen übertönt es jegliche Geräusche, die so eine Maschine macht und die man vielleicht nicht unbedingt zuordnen kann. Natürlich sind die Geräusche nicht schlimm, aber warum solltet ihr euch unnötig aus der Ruhe bringen lassen? Übrigens ist nicht jeder so beschwerdefrei was Ohrenschmerzen beim Fliegen angeht, wie ich. Marina gibt euch auf ihrem Blog gute Tipps was ihr gegen den unangenehmen Ohrendruck beim Fliegen tun könnt!

Tipp Nr. 5 für einen angstfreien Flug: Augen auf bei der Platzwahl

Wenn man wirklich sehr empfindlich ist, sollte man versuchen in den ersten Reihen des Flugzeugs zu sitzen. In den hinteren Sitzreihen spürt man die Turbulenzen nämlich etwas mehr. Ein Fensterplatz ist nicht zu empfehlen, wenn man Höhenangst hat oder wenn man unruhig wird, sobald man die Tragflächen sieht. Ich aber sitze ganz gerne am Fenster. Denn sobald ich mal oben bin, schaue ich dann doch ganz gerne raus. So eine Aussicht möchte ich mir dann doch nicht entgehen lassen:

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Tipp Nr. 6 für einen angstfreien Flug: Schreiben…

Es gibt eigentlich kaum eine Situation, in der ich nichts zum Schreiben dabei habe. Im Flugzeug lenkt mich das aber auch einfach richtig gut ab. Wann hat man denn sonst mal wirklich Zeit nur für sich und seine Gedanken? Im Flugzeug muss man irgendwie Zeit absitzen und hat dadurch einfach mal Zeit, sich mit seinen Gedanken auseinander zu setzen. Der erste Artikel zu meiner Flugangst ist übrigens auf dem Flug nach Liverpool entstanden. Bevor man die Zeit also verschwendet und daran denkt wie ungern man gerade in der Luft ist, kann man sie ja auch einfach produktiv nutzen.

Tipp Nr. 7 für einen angstfreien Flug: …und andere Ablenkungsmethoden

Und damit meine ich eben alles andere als Schreiben. Ihr könnt zum Beispiel ein Buch lesen oder Spiele spielen. Mein Lieblingsspiel auf Reisen seitdem ich denken kann ist Skip-Bo. Es macht einfach süchtig und lenkt so gut ab! Ansonsten kann man auf Netflix ja auch einen Film oder eine Serie downloaden und offline schauen.

Tipp Nr. 8 für einen angstfreien Flug: Was wäre die Konsequenz?

Es gibt eines, was mich immer wieder motiviert und überzeugt in ein Flugzeug zu steigen und mich meiner Angst zu stellen. Das ist ganz einfach: wenn ich mir vorstelle, was die Konsequenz wäre, wenn ich nie wieder in ein Flugzeug steigen würde. Ich könnte einfach nicht mehr so viel, so weit und so oft reisen, wie ich es momentan tue. Natürlich kann man auch mit dem Auto viel machen. Aber übers Wochenende nach Portugal oder Schweden wird da schon schwierig. Und auch exotischere Ziele würden wegfallen. Und meine Lust neue Länder und Kulturen zu entdecken stelle ich definitiv über meine Angst. Das zieht eigentlich jedes Mal. Außerdem habe ich das blöde Gefühl von Angst, welches ich an Bord habe, sofort vergessen, sobald ich wieder Boden unter den Füßen habe. Da könnte ich direkt den nächsten Flug buchen.

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Das waren meine Gedanken und Tipps zum Thema Flugangst. Falls ihr wissen wollt, welche unangenehmen Situationen es beim Fliegen geben kann und wie ich damit umgehe, dann schaut doch mal hier vorbei. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig weiterhelfen, falls ihr tatsächlich selbst unter Flugangst leidet.

Ach ja und zum Schluss habe ich noch einen kleinen Fun Fact für euch über mich: Ich wollte vor nicht allzu langer Zeit mal Stewardess werden. Aber das wollte ich anderen Passagieren dann lieber doch nicht antun. Denn jetzt stellt euch mal vor, da sitzt jemand mit schlimmer Flugangst und die Stewardess strahlt keine Ruhe aus, sondern kriegt vor lauter Angst selbst keinen Ton mehr über die Lippen 😉

vanyvisits

Hallo und Willkommen auf meinem Reiseblog! Mein Name ist Vany und ich reise leidenschaftlich gerne. Egal ob Wanderurlaub in der Heimat oder Actionurlaub bei einer Fernreise - ich bin am liebsten immer unterwegs. Wie ich mein Reisefieber in eine 40 Stundenwoche packe, das zeige ich euch auf meinem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

3 thoughts on “Meine Tipps gegen Flugangst – Part 2

  1. Die Tipps finde ich gut, vor allem Ablenkung hilft. Aus psychologischer Sicht macht es aber auch Sinn, sich nicht abzulenken, sondern voll bewusst zu erleben, damit der Kopf merkt, dass nichts schlimmes passiert. Durch zu viel Ablenkung gibt es keine Gewöhnung – und der nächste Flug ist genauso schlimm. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan 😀

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    1. Da hast du vollkommen recht 🙂 Mir hat es auch geholfen mich ganz bewusst damit auseinander zu setzen, vor allem jetzt als ich die Artikel geschrieben habe. Das hätte ich schon viel früher machen sollen. Es ist tatsächlich dadurch besser geworden, dass ich mir jede „schlimme“ Situation vorgestellt habe und mir dafür Lösungen bzw. Erklärungen gesucht habe – zum Beispiel mit den Turbulenzen. Bin da jetzt schon entspannter 🙂

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