3 Tage in Bangkok – zwischen Tradition und Moderne

Bangkok ist für mich eine Stadt der extremen Gegensätze. Als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, das erste Mal in Asien, das erste Mal ganz weit von Europa, von zu Hause – da dachte ich mir: WOW! Und gleichzeitig war ich von den vielen Eindrücken total überwältigt. Denn alles ist so ganz anders…Eigentlich könnte dieser Artikel auch davon handeln, wie ich meine Begeisterung fürs Backpacking gefunden habe.

Bangkok ist laut, schmutzig, unfassbar schwül, chaotisch und anstrengend. Aber trotzdem war ich irgendwie total fasziniert von der Stadt. Denn im Gegensatz dazu gibt es auch prunkvolle Tempel, Luxushotels und einfach so viel Gegenteiliges. Ich kam mir plötzlich ganz klein vor und mir wurde bewusst wie riesig eigentlich diese Stadt ist.

vany visits bangkok chaos

Ich gebe zu: in diesem Artikel erwarten euch jetzt nicht die ultimativen Geheimtipps. Da ich selbst einfach nicht so lange in Bangkok war, habe ich mich eher an das Standard Programm gehalten. Wenn man überhaupt von Standard in Bangkok sprechen kann – denn was ist schon normal in der Stadt der Engel? Trotzdem erzähle ich euch gerne wie ich mir meine drei Tage in Bangkok vertrieben habe. Langweilig wurde es ganz sicher nicht. Und ich verrate euch auch, was ich beim nächsten Mal anders machen würde.  Denn ich würde auf jeden Fall noch einmal wieder kommen… Und am Ende gebe ich euch auch noch Tipps, wo ihr an die wahren Bangkok Geheimtipps kommt (ich habe mich wirklich darüber geärgert, dass ich die nicht vorher gelesen habe).

Solltet ihr gerade überlegen nach Thailand zu gehen und ein paar allgemeine Tipps brauchen – in diesem Artikel habe ich mich etwas allgemeiner gehalten: 10 Tipps für Thailand.

Bangkok – zwischen Tradition und Moderne: der erste Tag
oder: Jetlag, Kulturschock und Hunger

Wie ich oben schon erwähnt habe, kam ich total aufgekratzt aus dem Flugzeug. Natürlich habe ich den gesamten Flug aufgrund meiner Flugangst kein Auge zu gemacht. Aber das war in dem Moment schon vergessen, als ich einen Fuß auf thailändischen Boden gesetzt habe. Einfach weil alles so aufregend war und ich überhaupt keine Zeit hatte runter zu kommen.  Wir haben nämlich tatsächlich erst am Flughafen ein Hotel für die ersten drei Nächte gebucht.  Das hat alles geklappt und wir kamen dann gegen späten Vormittag in unserem Hotel an. Wir wollten uns dem Jetlag nicht beugen und wollten gleich raus auf Entdeckungstour.

Zuerst haben wir uns noch ein typisch thailändisches Frühstück gegönnt: eine Kam Tom Gai, was eine thailändische Frühstückssuppe mit Hühnchen ist. Und ich gebs zu: danach hat mich der Jetlag gepackt und ich wäre am liebsten direkt über dem Tisch eingeschlafen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause auf unserem Hotelzimmer sind wir dann abends noch auf die berühmte Khao San Road gegangen. Ein Muss, wenn man in Bangkok ist. Hier trifft sich die Backpackerszene und hier gibt es ein Nachtleben wie kein anderes. Man sollte das einfach mal erlebt haben. Außerdem kann man hier auch super Thai Food essen. Wenn man mag, kann man auch in Hostels direkt auf der Khao San Road übernachten. Aber ich wollte mich nicht direkt ins Getümmel stürzen. Was man sonst auf der Khao San Road tun sollte, könnt ihr auch hier nochmal nach lesen:

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Das war genug Action für mich für Tag 1 🙂

Bangkok – zwischen Tradition und Moderne: der zweite Tag
oder: auf Entdeckungstour der Tempel und wo ich den teuersten Wein meines Lebens getrunken habe

Am nächsten Morgen ging es für uns auf Entdeckungstour. Ganz früh machten wir uns auf dem Weg zum Chao Praya, dem Fluss in Bangkok. Von dort aus haben wir einige Sehenswürdigkeiten angesteuert.

Der Große Palast

Absolut beeindruckend, denn ich habe so etwas zuvor noch nie gesehen. Es ist einfach was ganz anderes, was wir von zu Hause kennen. Beim Großen Palast handelt es sich um die ehemalige Residenz des Königs. Und ebenso prunkvoll wie es sich für Könige gehört, sieht der Palast auch aus. Begegnet diesem Ort mit Respekt, denn auch heute noch sind die Thailänder sich der Bedeutung diesen Ortes sehr bewusst und auch sehr stolz darauf.  Achtet also auf die richtige Kleiderwahl: bedeckt eure Knie und Schultern beim Eintreten in den Großen Palast und denkt daran eure Schuhe auszuziehen, falls ihr einen Tempel betretet.

vany visits bangkok great palace

Hier kann man wirklich stundenlang durch die Park – und Tempelanlagen schlendern und findet immer etwas Neues. Ich finde es war für den Einstieg wirklich gut, um Bangkok „kennen zu lernen“.

Adresse: Na Phra Lan Rd, Phra Nakhon, Bangkok, 10200, Thailand
Eintritt: 200 Baht

vany visits bangkok königspalast

Schiffsfahrt auf dem Chao Praya

Was ihr nicht tun solltet: auf die teuren Angebote für Touristen reinfallen und viel Geld für eine Schifffahrt auf dem Fluss ausgeben. Es gibt auch günstige Angebote, bei denen ihr eine Schifffahrt machen könnt und euch dabei auch die Nebenflüsse  anschauen könnt. Ich fand das total interessant.  Hier wurde der Unterschied zwischen Arm und Reich nochmal sehr deutlich gemacht, ebenso auch der Unterschied zwischen Tradition und Moderne. Noch auf dem Chao Phraya schippert man an vielen Luxushotels vorbei. Weiter weg  auf den Nebenflüssen sieht man dann wie die Einheimischen in Hütten am Wasser wohnen, die total verwahrlost sind und nicht mal ein richtiges Dach haben. Es war irgendwie sehr beklemmend das zu sehen.

Was ihr tun solltet: Wenn ihr euch in der Gegend schnell von A nach B bewegen wollt, gibt es sehr günstige Boote, die als eine Art Wassertaxi funktionieren. Klar, die Boote sind ziemlich voll. Aber sie kosten ja auch nicht mal einen Euro. Und ihr kommt schnell und günstig überall hin.

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Ansonsten kommt ihr aber auch super mit dem Skytrain überall hin. Ziemlich clever: er fährt ca. 6 Meter über dem Verkehrschaos.

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Ein Besuch im Tempel Wat Pho

Auch dieser Tempel ist sicherlich kein Geheimtipp – und doch war das mein Highlight während meiner Zeit in Bangkok.

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Wer noch nie in einem buddhistischen Land war und so etwas sieht, der wird wissen was ich meine. Eine riesiger liegender Buddha – komplett aus Gold. Das war faszinierend. Der liegende Buddha ist 46 Meter lang.

Adresse: Thaiwang Road, direkt neben dem Königspalast
Eintritt: 200 Baht 

Abstecher in China Town

Als wäre das noch nicht alles aufregend genug gewesen für meinen ersten „richtigen“ Tag in Bangkok, sind wir am späten Nachmittag noch auf einen Abstecher nach China Town gegangen. Und was soll ich sagen? Es ist wirklich wie eine andere Welt. Wenn „made in China“ auf Ramschladen trifft. Ein Kik bei uns ist gar nichts dagegen: Wühltische, verrücktes Spielzeug, Trockenfleisch, welches natürlich auch zum Verkauf angeboten wurde. Ich konnte gar nicht mehr aufhören alles anzufassen, weil es einfach so unwirklich wirkte.

vany visits bangkok china town

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Von China Town habt ihr sicherlich schon gehört, aber sagt euch auch Little India oder das portugiesische Dorf in Bangkok etwas? Habt ihr darüber vielleicht mal was geschrieben? Das würde mich echt interessieren. Falls ihr einen coolen Artikel darüber kennt, verlinkt mir den doch mal in den Kommentaren.

Den Abend im Lebua State Tower ausklingen lassen

Wer kennt ihn nicht? Den berühmten Lebua State Tower – berühmt geworden durch den Film Hangover 2!  Und ja: es ist wirklich so schön wie im Film. Die Aussicht ist einfach traumhaft und in Bangkok hat man das Gefühl die Skyline erstreckt sich bis zum Horizont und geht noch unendlich weiter. Diese Stadt ist einfach riesig.

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Man sagt, dass der Dresscode in den Skybars in Bangkok etwas strenger ist. Da wir in unserem Backpack aber natürlich keinen Platz für Schicki-Micki hatten, haben wir es einfach in unseren normalen Klamotten versucht und sind auch ohne Probleme und ohne schiefe Blicke rein gekommen. Es ist wirklich total luxuriös. In keiner Stadt bisher ist mir dieser krasse Unterschied zwischen Reich und Arm so bewusst geworden wie in Bangkok.

In der Skybar solltet ihr euch NICHT die Weinkarte bringen lassen. Ich sag es nochmal: keinen Wein bestellen, in der wahrscheinlich teuersten Skybar Thailands – zumindest für mich in dem Moment. Naja, eigentlich erst ein paar Momente später. Ich war so überwältigt von dem Tag und von dieser wunderschönen Aussicht, dass ich für einen kurzen Augenblick einfach vergessen habe richtig zu rechnen. Um genau zu sein habe ich einfach überhaupt nicht gerechnet, sondern irgendeinen Wein bestellt.

Aus Neuseeland.

Aus einer noch nicht geöffneten Flasche.

Und in dieser Sekunde dachte ich daran, dass 38 Baht (also 1 €) verdammt oft in die Zahl 2338 passt. Und dann wurde mir klar, dass wir gerade zwei Gläser Wein für 80 € trinken – aber naaaaja, die Aussicht hat das wieder wett gemacht. 🙂 Und man gönnt sich ja sonst nichts….

vany visits bangkok wein lebua state tower
Der teuerste Wein meines Lebens hat natürlich auch ein eigenes Foto verdient

Die Cocktails sind übrigens im Gegensatz dazu ein Schnäppchen 😉 Einen Cocktail bekommt man schon ab ca. 15 €.

Adresse: Sky Bar at Lebua 63rd floor, 1055 /42 Silom Road / 18-1 Uhr / www.lebua.com/sky-bar

vany visits bangkok lebua state tower

Bangkok – zwischen Tradition und Moderne: der dritte Tag
oder: Aufbruch zum Floating Market

 

vany visits bangkok floating market 3

Da gewöhnt man sich gerade an diese verrückte und laute Stadt, da geht es auch schon weiter. Aber das ist ja auch okay – schließlich hatte ich ja nur zwei Wochen  Zeit für Thailand und deswegen konnten und wollten wir nicht allzu lange an einem Ort bleiben.

An diesem Tag stand aber nochmal ein besonderes Highlight auf dem Programm. Nachdem wir am Morgen ein wenig shoppen waren und nochmal Streetfood probiert hatten, ging es dann gegen Mittag für uns auf einen Floating Market. Und das solltet ihr unbedingt auch probieren, wenn ihr in Bangkok seid.

 

Wie der Name schon sagt handelt es sich dabei um einen schwimmenden Markt. Also Menschen die ihre Waren auf einem Boot verkaufen. Und man selbst sitzt auch in einem Longtailboot. Wenn man etwas kaufen möchte – und sei es Spielzeug oder frisches Obst – dann kann wird man vom Verkäufer mit einem langen Stock an sein Boot gezogen. So läuft der Deal. Es ist ein Spektakel, das man auf jeden Fall mal mitgemacht haben sollte.

Vom Floating Market ging es dann auch gleich weiter nach Kanchanaburi. Was ich dort erlebt habe, erzähle ich in einem anderen Artikel, der ebenfalls bald auf meinem Blog erscheinen wird.

Mein Fazit zu Bangkok: Drei Tage in Bangkok und man hat wahrscheinlich noch nicht mal einen Bruchteil dessen gesehen, was die Stadt noch zu bieten hat. Deswegen steht für mich auch ganz klar fest, dass ich irgendwann wieder kommen werde. Schließlich muss ich ja sowieso noch den Norden Thailands besuchen und da kann man ja auch gut ein paar Tage in Bangkok dran hängen 🙂

vany visits bangkok großer palast

Diese Dinge würde ich dennoch anders machen, wenn ich wieder nach Bangkok kommen:

1.) mir ein gutes Hotel gönnen. In Bangkok kann man schon ab ca. 50 € die Nacht in richtig guten Hotels schlafen. Eigentlich kann man sich auch ausnahmsweise mal etwas Luxus gönnen – warum denn auch nicht?
2.) Ein Hotel für die ersten Nächte schon von zu Hause aus buchen. Man weiß ja sowieso, dass man in Bangkok landen wird und wahrscheinlich eine gewisse Zeit dort bleibt – um sich zu aklimatisieren. Dann kann man auch schon vorab ein Hotel buchen.
3.) Viiiiieeeel mehr Essen probieren und viel mehr auf Food Märkte gehen. Und denkt immer an eure Reiseapotheke 😉

Man muss schon sagen, dass Bangkok nicht nur schön ist – zumindest in meinen Augen. Aber genau das macht Bangkok doch auch aus. Die Unterschiede zwischen Tradition und Moderne. Ich habe jetzt zwar keinen Vergleich zu anderen asiatischen Ländern, aber ich habe von vielen Bloggern und anderen Reisenden gehört, dass sich Thailand tatsächlich als gutes Einstiegsland für Backpacker eignet. Und für mich war Bangkok da auch tatsächlich ein super Start: ich habe schnell gemerkt, dass das mein Ding ist.

Für mich stand fest: ich will auf jeden Fall wieder Backpacken gehen.

Wie versprochen gibts hier den Link zu den wahren Geheimtipps von Bangkok inklusive Flugzeugfriedhof und vielen coolen weiteren Tipps.
Seid ihr den schon mal in Bangkok gewesen? Was war euer Highlight oder Geheimtipp und würdet ihr nochmal wieder kommen?
Ich freue mich natürlich auch sehr, wenn ihr euch für meinen Newsletter eintragt (direkt hier auf der Homepage) oder mir auf Facebook und Instagram folgt um nichts mehr von mir zu verpassen.

vany visits bangkok mönch

 

vanyvisits

Hallo und Willkommen auf meinem Reiseblog! Mein Name ist Vany und ich reise leidenschaftlich gerne. Egal ob Wanderurlaub in der Heimat oder Actionurlaub bei einer Fernreise - ich bin am liebsten immer unterwegs. Wie ich mein Reisefieber in eine 40 Stundenwoche packe, das zeige ich euch auf meinem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

5 thoughts on “3 Tage in Bangkok – zwischen Tradition und Moderne

  1. Ich habe grade deinem Blog Eintrag gelesen und mir gleich einige Dinge notiert. Wir fliegen nächstes kahr für 2 Monate Nacht Thailand- koh phangan und haben schon überlegt einige Tage in Bangkok zu bleiben aber nach deinem Artikel habe ich da richtig Lust zu.
    Danke dafür.
    Wenn du Lust hast Schau doch mal auf meinem Blog vorbei .
    Herzlichst Jessica

    Gefällt mir

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