Was ich von Jeff Bezos, dem Gründer von amazon.com, gelernt habe

Seit März studiere ich nun Werbung & Marktkommunikation an der Hochschule der Medien in Stuttgart und ich habe mir folgendes vorgenommen: immer, wenn ich etwas Interessantes lernen darf, möchte ich das mit euch teilen. Ich finde, dass ich so nochmal einen ganz tollen Mehrwert für euch schaffen kann und vor allem kann ich euch auch ein wenig aus meinem Studium zeigen. So war es dann auch als ich letzte Woche eine Präsentation über Jeff Bezos halten sollte.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs nicht mal wusste, wer das eigentlich ist. Das ist fast schon peinlich, wenn man bedenkt, dass er der Gründer von keinem geringeren Unternehmen als Amazon.com ist. Die Präsentation stellte sich immer mehr als spaßig heraus, denn ich war irgendwann einfach nur total fasziniert – zum einen natürlich von der Erfolgsgeschichte, aber viel mehr von den vielen Weisheiten für Unternehmer, die Jeff Bezos so raushaut.

Deswegen möchte ich euch heute zeigen, was ich von Jeff Bezos gelernt habe. Ich habe versucht diese Dinge auf mein Leben zu übertragen und hoffe, dass euch das ebenfalls ein wenig inspirieren wird.

Das wichtigste zuerst: Die Day 1 Mentalität

Was bedeutet Day 1 überhaupt? Für Jeff Bezos ist das ein ganz wichtiger Punkt. Day 1 ist für ihn nicht nur der Beginn von Amazon.com, sondern auch eine Lebenseinstellung. Jedes Jahr schreibt er einen Brief an alle Shareholder, was in der Presse schon als eine Art „Managementhandbuch auf drei Seiten“ angepriesen wird. Im letzten Brief gibt es nicht nur interessante Unternehmerweisheiten, sondern auch die Erklärung der Day 1 Mentalität. Es bedeutet so viel wie „was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“. Jeff Bezos geht aber noch weiter und ist der Meinung, dass Day 2 für Unproduktivität & Stillstand steht und letztendlich sogar zum Tod führt. Ich finde es auch wichtig eine gewisse Produktivität an den Tag zu legen. Früher war ich ehrlich gesagt richtig faul und habe alles auf den letzten Drücker geschoben. Das kann ich mir heute nicht mehr vorstellen und muss wirklich sagen, dass es sich einfach gut anfühlt, wenn man viele Dinge erledigt, die einen ja auch weiterbringen.

Was damit aber auch gemeint ist, ist dass man alles (egal was man tut und wie lange schon) so angeht wie an Tag 1. Mit so viel Freude, Leidenschaft und Begeisterung. Nur dann kann etwas gut werden.

Ich finde es schön, dass Jeff Bezos jedes Jahr den ersten Brief anhängt – nämlich den Brief von 1997. Das ist sein Day 1.

Fehler machen ist in Ordnung

Kennt ihr noch das Amazon Phone? Nicht? So ging es mir tatsächlich auch – das ist irgendwie spurlos an mir vorbei gegangen. Kein Wunder, denn dieses Produkt floppte total. Amazon.com machte dadurch sogar Millionenverluste im dreistelligen Bereich. Jeff Bezos vertrat dazu nur die Meinung, dass Fehler machen dazu gehört und sogar wichtig ist, da man nur dadurch etwas lernen kann. Natürlich sind das jetzt total andere Dimensionen als in meinem Leben – von Umsätzen (und Verlusten) in Millionenhöhe bin ich natürlich noch weit entfernt. Aber trotzdem hat mir das wieder einmal vor Augen geführt, dass es absolut in Ordnung ist, sich auch mal etwas zuzutrauen. Wenn es schief geht – so what! Dann lernt man daraus. Aber es ist auf jeden Fall besser, als immer das Gleiche zu tun und zu hoffen, dass sich dadurch etwas ändert. Wichtig ist eigentlich nur, sich und sein Handeln zu reflektieren und auch aus dem Fehler etwas zu lernen.

Er behält sich eine gewisse Gründerdynamik bei

In seinem jährlichen Brief erklärte er das, in dem er sagte, dass er stets versuche Proxies zu widerstehen. Proxies kann man als Prozesse bezeichnen á la „das haben wir schon immer so gemacht, deswegen machen wir das auch heute noch so“. Gibt es einen schlimmeren Satz?

Er versuche stets alle Prozesse zu hinterfragen und gegeben falls natürlich auch zu optimieren. Mit Gründerdynamik ist genau das gemeint: mit Leidenschaft dabei sein – wie an Tag 1 eben! Für mich habe ich das ähnlich übertragen. Auch ich versuche solche Strukturen im Berufsleben zu hinterfragen. Ich habe ja inzwischen das Privileg, dass ich selbstständig arbeiten kann und keinen Chef mehr im Nacken habe. Trotzdem hinterfrage ich ab und zu warum ICH das so tue wie ich es tue – und ob es vielleicht auch einfacher geht? Sonst passiert es schnell, dass man seine langfristigen Ziele nicht mehr verfoglen kann, weil man im Tagesgeschäft untergeht.

Schnelle Entscheidungen treffen ist wichtig

Jeff Bezos sagt über sich selbst, dass er unglaublich schnell im Entscheidungen treffen ist. Zum Teil gibt er sogar Ideen seiner Mitarbeiter frei, von denen er nicht überzeugt ist. Er vertraut ihnen aber und meint, dass es einfach zu lange dauern würde, bis sie ihn überzeugen würden. Und bevor es ein anderer umsetzt… Natürlich ist es wichtig Entscheidungen zu treffen, trotzdem versuche ich meistens nichts zu überstürzen, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Was ich viel besser finde ist, dass er sich so sehr auf sein Team verlässt und ihnen vertraut und ihnen Freiraum gibt. Ich bin davon überzeugt, dass Menschen viel produktiver und kreativer arbeiten können, wenn sie einen gewissen Spielraum haben.

Der Kunde ist König 2.0

Als absoluter Statistik Fan (nicht!) hat mich diese Aussage ganz besonders gefreut. Jeff Bezos ist nämlich davon überzeugt seine Produkte nicht nur von Ergebnissen der Marktforschung abhängig zu machen. Laut eigener Aussage wüsste der Kunde oft gar nicht, was er eigentlich will, bis er es dann hat und nicht mehr missen will. So geschehen mit Amazon Prime – danach hat keiner gefragt und trotzdem hat es heute fast jeder.

Ich habe daraus gelernt, dass es sich lohnt über den Tellerrand hinaus zu blicken und mir zu überlegen, was die Menschen eigentlich brauchen, es vielleicht aber noch gar nicht wissen.

Trends verfolgen – aber auch seine eigenen Träume nicht vergessen

Schon mit fünf Jahren war er ein absoluter NASA Fan und war vom Weltraum total fasziniert. Den Gedanken immer im Hinterkopf gründete er im Jahr 2000 ein weiteres Unternehmen: Blue Origin. Es handelt sich hierbei um ein Raumfahrtunternehmen. Er hat es also wieder geschafft mit einer Leidenschaft Geld zu verdienen. Jeff Bezos sagt, dass er vom Weltraumtourismus träumt – eine Sache, die man sich jetzt kaum vorstellen kann. Aber manchmal denke ich auch, dass es schon faszinierend ist, dass es noch nicht einmal Internet gab als ich geboren wurde und das ist auch noch nicht so lange her. Ich habe daraus gelernt, dass man seine Träume nie aus den Augen verlieren sollte, egal wie unrealistisch sie vielleicht im Moment scheinen. Wie ich schon oft gesagt habe: wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es auch.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich am Anfang nicht so begeistert war über Jeff Bezos eine Präsentation zu halten. Es gab einfach tollere Themen zur Auswahl (zum Beispiel den Ted Talk!), aber letztendlich bin ich doch froh, dass ich Jeff Bezos etwas besser kennen lernen durfte. Ich versuche eigentlich immer im Leben irgendwas aus einer Situation zu lernen und so konnte ich immerhin einige seiner Weisheiten auf mein Leben transformieren. Letztendlich hat es sogar Spaß gemacht, mich damit zu beschäftigen. Ich hoffe, dass ihr auch Freude am Artikel hattet und die ein oder andere Inspiration mitnehmen könnt.

vanyvisits

Hallo und Willkommen auf meinem Reiseblog! Mein Name ist Vany und ich reise leidenschaftlich gerne. Egal ob Wanderurlaub in der Heimat oder Actionurlaub bei einer Fernreise - ich bin am liebsten immer unterwegs. Wie ich mein Reisefieber in eine 40 Stundenwoche packe, das zeige ich euch auf meinem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

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