#SelbstliebeTagebuch: wie ich doch wieder früher ins Freibad ging als gedacht

+++ Achtung: dieser Artikel befindet sich extrem weit außerhalb meiner Komfortzone +++

Für diesen Sommer habe ich mir das Projekt „Selbstliebe“ vorgenommen. Keine Sorge – mir ist bewusst, dass Selbstliebe nicht von heute auf morgen eintritt und dass es ein langer Prozess ist. Aber eines meiner Ziele war: ich gehe diesen Sommer ins Freibad (und damit meinte ich Ende des Sommers…September vielleicht…dann wenn es eigentlich schon fast zu kalt ist…und ich es dann einfach auf nächstes Jahr verschieben kann…).

Vor ein paar Wochen ist dann aber etwas ganz komisches passiert. Ich habe mit meiner Mama telefoniert, meine Schwestern waren auch dabei und hin und wieder im Hintergrund zu hören. Meine Mama erzählte mir, dass sie vorhatten am nächsten Tag ins Freibad zu gehen und natürlich hat sie gefragt, ob ich mit will.

Jetzt ist es aber so, dass ich Freibäder schon lange meide – und dass obwohl ich früher mal so gern ins Freibad gegangen bin. Leider fühle ich mich heute oft unwohl in meiner Haut und die Vorstellung einen Bikini im Freibad zu tragen, ist mir doch ganz schön unangenehm. Die Wahrheit ist: das Thema Selbstliebe ist meine größte Baustelle. Aber wie schon gesagt: ich arbeite daran.

Während meine Mutter mir erzählt, dass sie ins Freibad wollen, habe ich zuerst diesen Gedanken: „ich will unbedingt mit und einen schönen Tag mit meiner Mama und meinen Schwestern verbringen. Wir haben so lange nichts mehr zu viert gemacht und ich vermisse sie und es wird bestimmt ein lustiger Tag“. Direkt gefolgt von: „Niemals gehe ich ins Freibad und zeige mich im Bikini“.

Wie schade ist das eigentlich? Ich versuche in diesem Artikel einfach ehrlich zu euch zu sein und euch zu zeigen, dass auch bei mir nicht immer alles positiv ist und ich grinsend und voller Energie durchs Leben laufe. Ich struggle genauso mit einigen Themen, aber mir ist bewusst, dass die Einstellung zu mir und meinem Körper keine gute ist.

Ich habe meiner Mama und meinen Schwestern zuerst abgesagt. Dann habe ich kurz überlegt und hatte folgende Gedanken:

1. Mein Körper ist in erster Linie vor allem eins: gesund! Und dafür bin ich dankbar!

2. Ich bin mit Menschen zusammen, die mich lieben und mit mir Zeit verbringen wollen, weil sie mich als Person schätzen und denen vollkommen egal ist wie ich aussehe…

3. Ist es dann nicht egal, was andere denken? Denken andere überhaupt über mich nach? Wahrscheinlich nicht!

4. Will ich mich an einem sonnigen Tag wirklich isolieren und alleine sein, nur weil ich so blöde Komplexe habe? Oder gehe ich raus und genieße den Tag mit meiner Familie?

Dass ich kurz inne gehalten habe und mir die Situation wirklich nochmal durch den Kopf gingen lies, hat geholfen: am nächsten Tag bin ich mit meiner Familie ins Freibad gegangen. Es war ein wunderschöner Tag, wir haben viel zusammen gelacht, ich war glücklich. Und dankbar, dass ich diese Zeit mit meinen liebsten Menschen verbringen konnte und mich nicht zu Hause bei bestem Wetter eingeschlossen habe.

Ich finde nicht, dass ich mich zu etwas gezwungen habe. Mein erster Impuls war ja: „ich will unbedingt mit und eine schöne Zeit mit meiner Familie haben“. Ich denke, dass es manchmal eben einfach dazu gehört sich solchen Situationen zu stellen um wieder eine gesunde Beziehung zu seinem Körper aufzubauen. Es wäre ganz sicher auch nicht gesund zu Hause Trübsal zu blasen, während ich auch hätte Spaß haben können. Für mich ist das ein Schritt in die richtige Richtung!

Ich hoffe meine kleine Geschichte ermutigt euch ebenfalls schöne Tage am See, im Freibad oder wo auch immer zu verbringen. Hört auf euer Gefühl: wenn ihr Lust habt etwas zu unternehmen, dann lasst euch nicht davon abhalten, weil ihr euren Körper momentan nicht akzeptieren könnt. Das Leben ist zu kurz für Komplexe!

Bis bald,

V.

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vanyvisits

Hallo und Willkommen auf meinem Reiseblog! Mein Name ist Vany und ich reise leidenschaftlich gerne. Egal ob Wanderurlaub in der Heimat oder Actionurlaub bei einer Fernreise - ich bin am liebsten immer unterwegs. Wie ich mein Reisefieber in eine 40 Stundenwoche packe, das zeige ich euch auf meinem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

2 Antworten auf „#SelbstliebeTagebuch: wie ich doch wieder früher ins Freibad ging als gedacht

  1. Schwimmbad, Badesee, Meer – äh, ja, schwieriges Thema. Geht mir auch so. Ich habe gar keine Badesachen mehr seit Jahren und aus Prinzip trage ich im Sommer keine kurzen Hosen, etc. Aus Prinzip (!), damit meine ich, dass ich jedes Mal – aber wirklich jedes Mal – blöde Kommentare im Schwimmbad bekommen habe auch als ich es vor ca. 10 Jahren noch einmal versucht habe – und wenn es nur das kritische Taxieren von Freunden war nach dem Motto „So dick bist Du ja gar nicht.“ – „Äh, danke.“ Ich habe lange mit mir gehadert, ob es Selbstliebe ist, wenn man sich versteckt und das ist es sicher nicht, aber die Menschen sind schlecht ;-). Sie interessieren sich für jeden Makel und müssen ihn besprechen – gern direkt einen Meter neben mir, obwohl ich gar nicht ohne im Badeanzug bin. Toll, dass Du dieses heikle Sommerthema erwähnst ;-).

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    1. Das ist schade, dass du solche Erfahrungen machen musstest! Ich kenne das auch, wenn auch nicht so heftig wie bei dir, aber ich versuche mich dann Einfach auf mich zu konzentrieren und an die schönen Dinge an so einem Tag am Wasser: die Sonne, das Gras unter den Füßen oder einfach ein leckeres Eis – das ich mir ohne schlechtes Gewissen gönne! Wünsche dir trotzdem noch einen schönen Sommer ❤️

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