Toronto Update: meine ersten Eindrücke & Learnings

Mein Aufenthalt in Toronto neigt sich dem Ende zu… Schon fast zwei Wochen bin ich nun hier und ich bin manchmal wirklich erstaunt über mich selbst… Ich mache mir mein Leben oft ganz alleine zu einer gefühlsmäßigen Achterbahn. Einen Tag vor meinem Flug nach Toronto hätte ich beinahe alles hingeschmissen und wäre nicht gefahren. Mein innerer Angsthase wurde wieder so groß und ich muss dazu sagen: ich hatte es mir in meiner Komfortzone ganz schön gemütlich gemacht und war seit Februar nicht mehr in ein Flugzeug gestiegen. Mein Angsthase hat mich mit meiner Flugangst wirklich ganz schön verrückt gemacht.

Jetzt – hier und heute – bin ich mehr als glücklich, dass mein Freund mich liebevoll beruhigt hat, in dem er mir gut zugesprochen hat und ich diesen Artikel gerade an der Ryerson Uni in Toronto schreibe. Mit jeder Reise wachse ich über mich hinaus und auch beim letzten Mal auf Kuba habe ich so viel Wertvolles für mich mitnehmen können, was ich zu Hause niemals erlebt und gelernt hätte. Deswegen möchte ich euch heute auch gerne ein kleines Update aus Toronto geben und euch gleichzeitig zeigen, was ich in dieser kurzen Zeit bereits über mich lernen durfte. Ich hoffe wie immer, dass euch das inspirieren kann und ihr es auf eure persönlichen Situationen übertragen könnt.

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Auf Toronto Island

1. Die Komfortzone ist gefährlicher als ich dachte

Eben habe ich es schon erwähnt: ich hatte es mir zu Hause ganz schön gemütlich gemacht mit meinen routinierten Abläufen und meinem Alltag. Ich habe zwar erst im März mit meinem Studium angefangen, mich aber total schnell an der Uni eingelebt, Freunde gefunden und den Alltag mit Lernen verbracht. Auch wenn das für viele vielleicht langweilig klingt: mit dem Studium habe ich mir einen großen Traum erfüllt, denn ich wollte schon immer studieren und deswegen war es für mich in keiner Weise langweilig. Trotzdem musste das Reisen aber einfach kürzertreten. Ich hatte ein gemütliches Leben in den letzten vier Monaten. Meine einzige Herausforderung war, wenn ich mal einen Raum in der Uni suchen musste und Schweißausbrüche bekam, wenn ich ihn nicht sofort fand (ich hasse zu spät kommen). Ich habe wirklich zu spüren bekommen, wie anstrengend es ist, die Komfortzone zu verlassen, je länger man in ihr bleibt. Bei mir waren es gerade mal vier Monate zwischen alleine Reisen in Dublin (extrem außerhalb der Komfortzone) und Kanada. Deswegen gilt für mich: mehr kleine Challenges im Alltag einbauen, damit es mir beim nächsten Mal nicht schon wieder so schwerfällt.

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Ich hätte auch nicht gedacht, dass drei Wochen in einer Großstadt mir so gut tun würden

Hier in Toronto muss ich fast jeden Tag meine Komfortzone verlassen (englisch sprechen, mich neu orientieren, Auto fahren im Ausland, auf Menschen zugehen) – und trotzdem sprühe ich nur so vor Energie!

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2. Es war meine persönliche Herausforderung „Nein“ sagen zu lernen und ich selbst zu sein

Wer meine Instagram Stories verfolgt wird gesehen haben, dass das Thema „Nein sagen“ in den letzten Wochen ab und zu mal Thema bei mir war. Es war bei mir früher oft so, dass ich (gerade in neuen Gruppenkonstellationen) immer alles mitgemacht habe, zu allem Ja gesagt habe und niemals anecken wollte, damit mich auch ja alle mögen. Dieses Mal nicht. Ich war von Anfang an so wie ich wirklich bin und habe mich auch nicht mit meiner Art zurückgehalten. Gestern erst habe ich meiner Freundin geschrieben, dass ich mit den Mädels hier genauso bin wie mit meinen Freundinnen zu Hause. Das ist für mich etwas Besonderes, weil ich bei neuen Leuten lange nicht wirklich „Vany“ sein konnte. Und siehe da: ich glaube ich werde trotzdem gemocht 😀 Und „Nein“ zu sagen eckt auch nicht an. Das war ein negativer Glaubenssatz von mir, den ich hier ein für allemal aus der Welt geschaffen habe.

3. Ich habe Slow Travelling für mich entdeckt

Slow Travel – das bedeutet, wie der Name schon vermuten lässt, lieber langsam zu reisen und einen Ort genauer zu erkunden, anstatt von einer Attraktion und Sehenswürdigkeit zur nächsten zu rennen. Normalerweise bin ich bei Fernreisen immer nur 2-4 Tage an einem Ort, bevor ich schon wieder weiterziehe. Das ist oftmals ganz schön stressig. Ich genieße es gerade total hier in Toronto ein kleines zu Hause zu haben und mich immer besser in der Stadt auszukennen. Gleichzeitig nutze ich die Wochenenden, um dann die Gegend zu erkunden. Natürlich hat beides Vor – und Nachteile, aber ich möchte mich mit dem Thema in Zukunft noch weiter beschäftigen.

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Short Trip nach Montreal. Ich bin mit dem Auto gefahren, was ich mich sonst eigentlich niemals getraut hätte. 

4. Und ich kann es euch nur immer und immer wieder sagen: Traut euch einfach mal euer Ding zu machen!

Als meine Hochschule das Stipendium für den Kurs in Toronto ausgeschrieben hat, hatte ich keine Sekunde einen Zweifel daran mich zu bewerben. Eine Bewerbung ist nur eine Bewerbung, tut nicht weh und beißt nicht. Das einzige Kriterium genommen zu werden war ein kreativer Beitrag, den man einsenden musste. Nur zur Erinnerung: ich bin im ersten Semester, hatte zu dem Zeitpunkt noch keine Noten vorzuweisen und trotzdem: ich dachte mir einfach nur, dass eine Bewerbung nicht schaden kann. Entweder es klappt oder eben nicht. Ich kenne viele Menschen, die sich nicht mal trauen sich für solche Sachen zu bewerben, weil sie sagen: „das klappt doch eh nicht“. So kann es ja auch nicht klappen…

Gerade bin ich einfach nur so glücklich, dass ich das Stipendium bekommen habe und hier so eine gute Zeit erleben darf – mit ganz vielen Erinnerungen an besondere Momente im Gepäck. Wenn ihr meinen Alltag in Toronto mitverfolgen wollt, dann schaut euch unbedingt meine Instagram Story an. Dort poste ich jeden Tag von meinen Erlebnissen.

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Hallo und Willkommen auf meinem Reiseblog! Mein Name ist Vany und ich reise leidenschaftlich gerne. Egal ob Wanderurlaub in der Heimat oder Actionurlaub bei einer Fernreise - ich bin am liebsten immer unterwegs. Wie ich mein Reisefieber in eine 40 Stundenwoche packe, das zeige ich euch auf meinem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

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