Rückblick Oktober: ohne Gesundheit ist Alles nichts

13.10.2018 – Diagnose: Darmkrebs. 

Anfang Oktober wurde bei einem nahem Familienmitglied diese Krankheit festgestellt. Danach stand meine ganze Welt erstmal Kopf…

Die gute Nachricht ist, dass die Person wieder ganz gesund werden wird. Es waren „nur“ zwei Wochen, die wir ängstlich aber auch voller Hoffnung waren, aber diese Zeit habe ich doch sehr intensiv erlebt. Untersuchungen, Operation, Krankenhausaufenthalt… Und trotzdem habe ich versucht stark und einfach nur da zu sein.

Jetzt wo ich weiß, dass alles gut werden wird, versuche ich meine Schlüsse aus den Geschehnissen zu ziehen. Wir hatten Glück im Unglück. Was kann ich in Zukunft anders machen? Was lerne ich daraus?

Und ich habe eine ganze Menge daraus für mich mitgenommen…

Zum einen war es ein Wachrüttler für mich. Für mich war meine Gesundheit oft selbstverständlich. Ich habe Sachen gegessen, von denen ich weiß, dass sie mir überhaupt nicht gut tun und mir sogar schaden, weil ich sie eigentlich nicht vertrage. Aber ich habe es immer auf die leichte Schulter genommen – „ist schon nicht so schlimm!“. Das möchte ich in Zukunft ändern. Ich werde bewusster und gesünder essen. Natürlich werde ich auch mal naschen, aber auch das dann viel bewusster.
Ich werde in Zukunft mehr darauf achten, meinem Körper das zu geben, was er wirklich braucht. Bis jetzt macht mir das auch großen Spaß und ich spüre schon positive Veränderungen.

Der zweite – und genauso wichtige – Punkt, war für mich meine Prioritäten zu überdenken. In letzter Zeit habe ich viel gearbeitet. Natürlich habe ich gerade viel um die Ohren – mein Blog, das Studium, meine Arbeit. Alle drei Dinge tue ich unglaublich gerne und deswegen merke ich oft nicht, dass ich manchmal zu viel arbeite. Mein Freund musste mich schon das eine oder andere Mal vom Laptop zerren, weil ich mich einfach nicht losreißen konnte. Deswegen habe ich mit Sicherheit in der Vergangenheit meine Familie und meine Freunde vernachlässigt. Nach so einer Diagnose stellt man wirklich alles in Frage. Ich bin für ein paar Tage wieder zu Hause eingezogen und habe die intensive Zeit mit meiner Familie sehr genossen. Und ich möchte auch in Zukunft wieder mehr Struktur in meine Arbeit reinbringen und wirklich Feierabend machen. Und wenn Feierabend ist, dann ist eben Feierabend!

Nichts ist so wichtig wie die Familie und Gesundheit. Das habe ich nun wirklich gelernt und ich werde es mir sehr zu Herzen nehmen, nicht wieder in alte Muster zu verfallen. 

Inspiration des Monats:

Gerade weil der Oktober nicht zu meinen Lieblingsmonaten in diesem Jahr gehört, war es manchmal eine kleine Herausforderung trotzdem das Gute im Leben zu sehen. Ich habe aber trotz allem versucht mich auf die guten Dinge zu fokussieren und ganz besonders dabei geholfen hat mir das 6-Minuten Tagebuch. Jeden Tag habe ich morgens und abends reingeschrieben und Fragen beantwortet, die mein Unterbewusstsein und auch mein Bewusstsein auf alles Gute um mich lenken sollten – mit Erfolg.

Sogar wenn bei jemandem in der Familie Krebs diagnostiziert wird, passieren gute Dinge, auf die man sich konzentrieren kann. Der Zusammenhalt in der Familie, eine gute Nachricht vom Arzt, das Lächeln eines Pflegers, das einem Vertrauen schenkt. Das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Deutschlands Gesundheitssystem. Die Tatsache, dass wir alle krankenversichert sind und nicht mit unserer Krankheit alleine gelassen werden. Das Gefühl von Freunden aufgefangen zu werden und auch mal Schwäche zeigen zu dürfen und nicht immer stark sein zu müssen. Die Erkenntnis, wie viele Menschen Dir ihre Hand reichen, wenn Du offen sprichst und diese Hilfe auch annimmst.

Ich glaube, dadurch, dass ich mich jeden Morgen und Abend genau damit beschäftigt habe, hatte ich die Kraft das durchzustehen. Vielleicht denkst Du Dir „ach, die zwei Wochen“ – aber in diesen zwei Wochen gehst Du durch die Hölle. Dein Kopf trickst Dich aus und spielt Dir Szenarien á la „was wäre, wenn“ vor. Dass ich mich dem entzogen habe und meine Gedanken auf etwas Positives gelenkt habe, hat mir unglaublich geholfen. Durch das 6-Minuten Tagebuch habe ich Struktur in diese Routine gebracht und habe mich schon jeden Morgen und Abend darauf gefreut etwas reinzuschreiben. Es war mein kleiner Lichtblick in dieser Zeit.

Hier kommst Du zu Deinem eigenen 6-Minuten Tagebuch:

Darauf freue ich mich im November:

Ich freue mich meine guten Vorsätze umzusetzen. Mich gesünder zu ernähren und mehr auf mich und meinen Körper zu achten.

Außerdem habe ich vor ein paar Wochen eine Karte für die Mindful Blogging Conference in München gewonnen. Diese findet am 17.11.2018 statt und ich bin schon ganz gespannt auf die Vorträge und die Menschen, die ich dort kennenlernen darf.

Eine ganz besondere Reise steht Ende November auch an, aber ich möchte noch nicht zu viel verraten. Ich habe sie nämlich eigentlich nur meiner wunderbaren Community zu verdanken und kann es kaum abwarten euch davon zu erzählen!

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