Warum wir öfters scheitern sollten: ein Plädoyer fürs Fehler machen

Die Angst mit einem Projekt zu scheitern oder Fehler zu machen, kann so lähmend sein, dass viele Menschen nicht einmal anfangen ihre Herzensprojekte umzusetzen. Dabei sind Fehler durchaus positiv zu bewerten – wie soll man sich sonst verbessern? Und einen Zahn kann ich Dir auch direkt ziehen: niemand ist von Anfang an absolut erfolgreich und geht einen geraden Weg bis zu seinem Ziel. Sogar jemand wie Bill Gates, Frank Thelen oder auch Walt Disney – sie alle mussten Rückschläge einstecken. Zum Glück war Aufgeben für sie keine Option: Es wird immer wieder zu Rückschlagen kommen, was ganz normal sind. Es kommt darauf an wie wir unsere Fehler bewerten und was wir aus ihnen lernen. In diesem Artikel möchte ich Dir zeigen wie gut es eigentlich ist Fehler zu machen.

Vorab: Lasst uns über die Menschen sprechen, die andere für ihre Fehler verurteilen

Ich glaube wir alle kennen Menschen, die richtig gerne über andere herziehen. Das passiert oft genau dann, wenn andere Personen versuchen über ihre Grenzen hinauszuwachsen und neue Dinge ausprobieren. Sei es eine Ernährungsumstellung, die Gründung eines Start-Ups oder das Arbeiten an anderen Herzensprojekte. Die Menschen, die dann mit dem Finger auf andere zeigen und schon über den Versuch herziehen, warten oft nur darauf, dass Fehler gemacht werden und man sagen kann „na das war ja klar!“.

Ich hoffe, Dir wird schon beim Lesen klar, was das für Menschen sind. Diese Personen sind meistens unzufrieden mit sich selbst und füllen ihr Leben nicht mit genügend eigenen Herzensprojekten oder sind vielleicht auch nur nicht mutig genug sich ihre Träume zu verwirklichen. Genau die gleichen Menschen sitzen oft im Büro und beschweren sich von morgens bis abends: über den Chef, über die Kollegen, über die furchtbar ungerechte Welt, in der immer die anderen schuld sind. Anstatt Eigenverantwortung zu übernehmen, haben sie es sich in ihrer Opferrolle so bequem gemacht, dass auch jeglicher Ansatz von Mut bei anderen Menschen für Missgunst sorgt.

Ich möchte Dir damit nur klar machen, dass Du dich gar nicht erst auf die Negativität dieser Personen konzentrieren solltest. Die richtigen Menschen, werden dich nach einem Fehler wiederaufbauen und dir Mut zu sprechen, anstatt sich daran zu erfreuen. Das solltest Du immer im Hinterkopf behalten: Fehler zu machen bedeutet, dass man im ersten Schritt mutig war und das erkennt leider nicht jeder.

Die Angst vor der Verurteilung solcher Menschen sollte dich niemals aufhalten, es überhaupt zu versuchen.

Die Angst vor dem „was wäre, wenn?“ muss größer sein

Du hast es wahrscheinlich schon oft irgendwo gelesen: all die schlauen Sprüche, die uns daran erinnern sollen, dass das Leben kurz ist und wir alles ausprobieren sollen, damit wir am Sterbebett nichts bereuen werden. Das klassische „Was wäre, wenn“ – Szenario.

Vor etwas über einem Jahr habe ich mich selbst meiner größten Angst gestellt und meinen ersten Blogartikel veröffentlicht. Bis ich das erste Mal auf „veröffentlichen“ gedrückt habe, vergingen tatsächlich einige Monate. Die Angst davor, dass mein Blog nicht laufen wird oder ich vielleicht sogar mit meinen guten Ansätzen scheitern und ich dafür verurteilt werde, war riesig. Bis ich irgendwann dachte: „Wenn ich es jetzt nicht mache, dann mache ich es nie. Und dann bereue ich es irgendwann“.

Meinen Blog zu starten war mein absolutes Herzensprojekt und ich wollte es unbedingt, deswegen habe ich es dann einfach irgendwann gewagt. Jetzt kann ich Dir gar nicht sagen, wie glücklich ich mit dieser Entscheidung bin. Meine ganze Welt hat sich seitdem verändert, es haben sich unglaublich viele Türen für mich geöffnet und ich bin glücklicher als je zuvor: nur weil ich in einem kurzen Moment mutig war.

Und natürlich habe ich Fehler gemacht und musste vieles durch Ausprobieren lernen.

Man weiß nie ALLES und wahrscheinlich ist man auch nie richtig bereit. Aber es entwickelt sich alles mit der Zeit: die Hauptsache ist, dass Du einfach nur anfängst.

Der Klassiker: Aus Fehlern lernt man!

Wer hat eigentlich irgendwann mal behauptet, dass Fehler etwas Schlechtes sind? Auch gescheiterte Projekte oder Start-Ups sind keine Schande – im Gegenteil: nur wer Fehler macht, kann sich verbessern und weiterentwickeln. Und genau das ist auch das richtige Stichwort:

Fehler zu machen bedeutet, dass da kein Stilltstand in Deinem Leben ist.

Wenn Du nie etwas Neues ausprobierst, machst Du natürlich auch keine Fehler. Du bleibst in deiner Komfortzone und tust die Dinge, die du schon immer getan hast. Das ist der klassische Stillstand, der Menschen oft frustriert und unglücklich werden lässt.

Wenn Du das nächste Mal das Gefühl hast, dass Du gerade eine falsche Entscheidung getroffen hast oder einen Fehler gemacht hast, dann versuch Deine Gedanken einfach mal umzudrehen: Sei genau dafür DANKBAR. Im ersten Moment klingt das vielleicht komisch, aber eigentlich hast Du gerade eine sehr wertvolle Erfahrung gemacht. Diese Erfahrung kann Dir keiner mehr nehmen und diesen Fehler wirst Du wahrscheinlich nicht noch einmal machen. Damit hast Du dich soeben weiterentwickelt und bist eine Erfahrung reicher geworden. Selbst wenn Dich dieser Fehler vielleicht Geld gekostet hat – meine Mutter hat immer zu mir gesagt: „Das ist dann eben Lehrgeld“.

Eine große Inspiration für mich, war ein Vortrag von Franziska von Hardenberg vor ein paar Monaten an meiner Hochschule. Sie erzählte von der Gründung ihres ersten eigenen Unternehmens – vielleicht kennst Du es sogar: BLOOMY DAYS. Zuerst lief alles toll und sie hatte großen Erfolg damit. Doch leider ging das Unternehmen irgendwann insolvent und wurde an Fleurop verkauft. So kann es manchmal eben gehen. Franziska ging so offen mit diesem Thema um und vermittelte mir das erste Mal richtig das Gefühl, dass „Scheitern“ überhaupt nichts Schlimmes ist. Inzwischen hat sie wieder ein Unternehmen gegründet. Sie lässt sich also nicht unterkriegen. Was für eine tolle Frau und ich denke die Message ist klar!

Du solltest unbedingt diesen Artikel von Franziska von Hardenberg lesen: Erfahrungswert – Gänsehaut!

Es muss einen Mindset Shift in unserer Gesellschaft geben

…es darf nicht mehr mit dem Finger auf Menschen gezeigt werden, die gescheitert sind oder Fehler gemacht haben. Genau diese Menschen sollte eigentlich dafür bewundert werden. Denn sie waren mutig, sind aus der Reihe getanzt und haben es zumindest VERSUCHT. Dieser Versuch ist wertvoller und auf jeden Fall besser, als überhaupt nichts zu tun und in seiner Unzufriedenheit zu versinken.

Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns!

Auch Du kannst schon aktiv dazu beitragen: ermutige Menschen in Deinem Umfeld dazu sich zu trauen neue Dinge anzugehen. Sei Du selbst ein Vorbild und mutig mit deinen Entscheidungen. Stehe zu Deinen Fehlern und lerne aus ihnen. Wir müssen anfangen mehr Realität zu vermitteln. Die wenigsten Menschen gründen ein Unternehmen und sind von 0 auf 100 erfolgreich damit.

Es ist viel harte Arbeit und vor allem werden bestimmt einige Fehler gemacht. Und manchmal scheitert ein Projekt auch. Aber davon geht ganz bestimmt die Welt nicht unter –  es ist viel schlimmer es nie versucht zu haben!

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